Prioritäten a là SF
Stellen Sie sich folgendes vor: In einem Land lebte mal ein Sportler. Er war in seiner Disziplin bei weitem der besten. Eines Tages spielt dieser Sportler eines seiner wichtigsten Spiele seiner Karriere. Dieses Spiel wird weltweit in den grössten TV-Stationen übertragen und tausende Menschen verfolgen das Spiel auf Public Viewing-Plätzen weltweit. Nun könnte man meinen, dass das staatliche Fernsehen in Heimatland des Spielers dieses wichtige Spiel ebenfalls auf einem seiner beiden Hauptsender sendet. Doch man schaltet vergebens SF 1 oder SF 2 ein. Roger Federer musste einem Reitwettbewerb und einer Doku über den Mond weichen. Das Spiel wurde auf dem 3-Sender SF-Info übertragen. Leider kein Sender welcher die ganze Bevölkerung empfängt. Dies ist eine Ignoranz höchsten Grades. Zum Glück verlässt die Führungsspitze unseren Staatsmonopolist.
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17/06/2009 um 13:36
Stell dir vor ein Schweizer schreibt Sportgeschichte und keiner darf hinschauen… Es ist wohl die alte Leier von “der Profet, der im eigenen Land nichts zählt”. Spannend ist übrigens dies: SF hat im Vorfeld des French Open wochenlang die Werbetrommel gerührt, erstmals auch Spiele ohne Schweizer Beteiligung gezeigt und mehrere Stunden täglich gesendet. O-Ton SF-Sportchef Urs Leutert: “Wir wollen die ganze Geschichte erzählen, nicht nur den Final zeigen” Als es dann zum vielumjubelten Finaleinzug von Federer kam scheint sich im Leutschenbach darum keiner mehr zu scheren.
Programmpolitik à la SF: Wir erzählen die Geschichte, nicht aber die Pointe. Chapeau Frau Deltenre.